Aufklärung über Sucht und deren Folgen
Die Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes Biberach folgte der Einladung der Friedrich-Adler-Realschule in Laupheim und gestaltete Präventionsveranstaltungen an zwei Tagen für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen.
Im Mittelpunkt standen die Entstehung von Sucht, ihre verschiedenen Entwicklungsstufen sowie die damit verbundenen Risiken.
Ein besonders persönlicher Einblick gelang durch den Erfahrungsbericht von Frau Ruf. Als Mutter eines suchtkranken Sohnes schilderte sie eindrucksvoll, wie eine Suchterkrankung nicht nur den Betroffenen selbst, sondern das gesamte Familiensystem belastet.
Sie berichtete, dass sie ihre eigenen Prägungen und Verhaltensweisen hinterfragen musste, um zu erkennen,
dass gut gemeinte Hilfe eine Suchterkrankung unter Umständen aufrechterhalten kann.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, anonym ihren eigenen Konsum von Suchtmitteln sowie mögliche Verhaltenssüchte zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.
Darüber hinaus wurden sie dazu angeregt, ihre Gefühle und Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und konstruktiv mit ihnen umzugehen,
anstatt sie durch Suchtmittel oder problematisches Verhalten zu kompensieren.
Gerade in der Pubertät können die Anforderungen des Alltags, die Vielzahl digitaler Medien und die ständige Reizüberflutung zu Überforderung
und riskantem Konsumverhalten führen.
Umso wichtiger sei es, Nein sagen zu können, das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren, Grenzen zu setzen
und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
Ein weiteres Anliegen der Veranstaltung war es, die Jugendlichen zu ermutigen,
bei auffälligem Konsum im Freundes- oder Familienkreis nicht wegzusehen oder zu schweigen.
Stattdessen sollten sie ihre Sorge respektvoll ansprechen und darauf aufmerksam machen, dass Betroffene Unterstützung und Hilfe erhalten können.
